Stand: April 2009

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Hafen Tempelhof

Der Hafen Tempelhof wurde in den Jahren 1904 – 1908 erbaut. Der Hafen Tempelhof als auch das Ullsteinhaus liegen bei Kilometerabschnitt 23,40.

Luftbild

Luftaufnahme der Baustelle ca. 1926

Das 170 x 70 Meter große Hafenbecken besitzt eine Wassertiefe von 2,10 Meter. Das 4,4 Hektar große Hafen-Areal gehört zum sogenannten «Teltow-Vermögen».

Teltowkanal

Teltowkanal
Der Teltowkanal, Gesamtlänge 37,82 km, erbaut 1900 – 1906.

Er verbindet die Dahme-Wasserstraße mit der Potsdamer Havel. Als Bundeswasserstraße verläuft der Kanal durch die Bundesländer Berlin und Brandenburg und bildet teilweise die Landesgrenze. Der Teltowkanal ist die Südumgehung Berlins. Die Fließrichtung ist von Ost nach West, die Kilometrierung zählt von West nach Ost. Sie beginnt am östlichen Ende der Glienicker Lake bei Potsdam und endet an der Dahme bei Grünau.

Kreis Teltow

Der Altkreis Teltow, damals einer der reichsten Deutschlands, war 1920 nicht Groß-Berlin beigetreten. Nachfolger Teltows wurden in der DDR die Kreise Königs Wusterhausen, Lübben, Luckenwalde, Zossen und Potsdam-Land. Mit der Kreisreform 1994 erhielten die neuen Landkreise Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming je 40 Prozent, Potsdam-Mittelmark 20 Prozent des Teltow-Vermögens.

 

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Geschichte

Erbaut wurde der Teltowkanal auf Initiative des Landrates des Kreises Teltow, Ernst v. Stubenrauch. Der erste Spatenstich erfolgte am 22.12.1900 in Babelsberg, eingeweiht wurde er am 2. Juni 1906 durch Kaiser Wilhelm II. 10.000 Arbeiter aus sechs Nationen waren an seiner Realisierung beteiligt. Insgesamt überqueren 55 Brücken die Wasserstraße. Jede Kanalseite bekam einen Leinpfad, für das Gleis der Treidelbahn, das die Schiffe durch den Kanal zog.

Der Teltowkanal war zur Entlastung des regen Schiffsverkehrs im Zentrum Berlins geplant, sollte neue Industrie- und Wohnansiedlungen vor den Toren Berlins ermöglichen. Gleichzeitig sollte er den Regenabfluss der an ihm gelegenen Vororte Berlins aufnehmen. für das Gleis der Treidelbahn, das die Schiffe durch den Kanal zog.

Der 2. Weltkrieg und die Teilung Berlins
In der Endphase des 2. Weltkriegs versuchten Wehrmacht und SS-Verbände den Vormarsch der Roten Armee vom Süden her am Teltowkanal aufzuhalten. Er wurde zur Hauptkampflinie erklärt und alle verbliebenen Brücken wurden zerstört. Nach für beide Seiten schweren, verlustreichen Kämpfen erzwangen die Sowjets den Übergang über den Kanal und den Weg nach Berlin.

Die politische Situation im geteilten Deutschland nach 1945 verhinderte eine Wiederaufnahme der Schiffsverkehrs.

Treidelbetrieb
Der Teltowkanal war bei seiner Inbetriebnahme 1906 ein moderner Kanal. Die Planer hatten sich entschlossen, Schiffe mit Hilfe einer elektrischen Treidelbahn durch den Kanal zu führen. Entlang des Kanals existierte eine Anlage mit 20 Treidel-Lokomotiven.

Treidelbetrieb

Elektrische Treidel-Lokomotive am Teltowkanal
(Bild: Deutsches Technikmuseum)

Die Schleppgeschwindigkeit für vollgeladene Kähne betrug 4 bis 6 km/h. In 10 Stunden war der 38,7 lange Kanal durchquert. Der Teltow-Treidelbetrieb wurde Vorbild für den 1915 eingeweihten Panama-Kanal. Auf den ehemaligen Gleisen verlaufen heute Wanderwege parallel zum Kanal.

Wasserqualität
Der Kanal galt lange Zeit als eines der meistverschmutzten Gewässer Berlins. Bis zum Jahr 1998 wurder beim Klärwerk Marienfelde (km 20,68) gereinigtes Abwasser eingeleitet. Die Keimbelastung blieb aber immer noch hoch. Zu Beginn des 21. Jhdts. ist die Wasserqualität deutlich verbessert worden. Angelfisch sollte aufgrund des erhöhten PCP-Gehaltes nicht verzehrt werden.

Die HLG Projektmanagement Münster wird Ende 2008 den HafenCenter eröffnen.
Die Investitionssumme beträgt ca. 80 Mio Euro.

 

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